Philipp Gruber: Aufklärung über Umgang der Stadt mit Ehrungen

Werden Wiener Neustadts Bürgern Ehrengaben des Landes Niederösterreich vorenthalten?

Es ist eine schöne Tradition, dass die Stadt Wiener Neustadt und das Land Niederösterreich jenen Menschen gratulieren, die im fortgeschrittenen Alter runde Geburtstage oder runde Hochzeitsjubiläen feiern. Ab dem 90. Geburtstag und ab der Goldenen Hochzeit sind zusätzlich als besondere Form der Anerkennung auch Geschenke in Form von Ehrengaben für runde und halbrunde Geburtstage und Jubelhochzeiten vorgesehen. Diese sollen als sichtbares Zeichen den Dank und die Anerkennung zeigen, die man gerade Menschen aus der Nachkriegsgeneration schuldig ist. Es ist nachvollziehbar, dass diese Ehrengaben bei den Geehrten große Freude hervorrufen.

In diesem Zusammenhang ist aber klar, dass die Übermittlung einer Ehrengabe durch das Land Niederösterreich eine Information über das Jubiläum durch die Gemeinde voraussetzt, wo der oder die Jubilare leben. Dies funktioniert in der Regel reibungslos und hat sich im Laufe der Jahre bestens eingespielt.

„In Wiener Neustadt wurden mir aber in den letzten Wochen einige Fälle berichtet, wo das seitens der Stadt offensichtlich unterblieben ist. Erst vor kurzem hat ein Wiener Neustädter Ehepaar nachgefragt, weshalb es seitens des Landes keine Aufmerksamkeit für ihre Goldene Hochzeit gäbe? Deshalb habe ich umgehend bei den zuständigen Stellen im Land nachgefragt und erfahren, dass seit Anfang des Jahres Ehrentage wie Goldene Hochzeiten oder 90.Geburtstage von der Stadt an das Land Niederösterreich gar nicht oder nur mit deutlicher Verspätung gemeldet wurden. Damit sind die betroffenen Damen und Herren um die Ehrengaben des Landes umgefallen.“

Für den VPWN-Klubobmann geht es nicht um den materiellen Wert dieser kleinen Geschenke: „Es geht um die Wertschätzung der älteren Generation und jener Menschen, die unsere Stadt wieder aufgebaut haben.“

Deshalb habe ich zur Aufklärung dieser Umstände eine Anfrage an Bürgermeister Bernhard Müller eingebracht und hoffe, dass es nur Einzelfälle sind, in der die Meldung der Stadt unterblieb. Die Optik ist jedenfalls keine Gute. Was in jeder anderen Gemeinde und Stadt des Landes funktioniert, muss auch in Wiener Neustadt gelten: „Nämlich, dass ältere Jubilare zu ihrem Festtag die Anerkennung und den Dank bekommen, den sie verdienen“, so Gruber abschließend.