Kündigung des Rot Kreuz-Vertrages ist ein Rachefeldzug des Bürgermeisters

VPWN-Klubobmann Franz Dinhobl und VPWN-Sozialsprecher Franz Piribauer fordern Umdenken von Bernhard Müller.

Politik ohne Rücksicht auf die Menschen wird immer mehr zu einem Markenzeichen von Bernhard Müller. Sein neuester Anschlag: Er will den Rettungs- und Krankenbeförderungs-Dienstvertrag mit dem Roten Kreuz ohne Angabe von Gründen kündigen. Die Folgen davon könnten dramatischer nicht sein: Die medizinische Erstversorgung der Menschen sowohl in der Stadt als auch im Bezirk ist damit gefährdet, die Arbeitsplätze von hunderten freiwilligen und dutzenden hauptberuflichen Rot Kreuz-Mitarbeitern wackeln und selbst der Rot Kreuz-Standort Wiener Neustadt steht damit zur Debatte. „Aber Bernhard Müller ist das alles egal – denn er befindet sich auf einem persönlichen Rachefeldzug gegen das Rote Kreuz“, kritisiert VPWN-Klubobmann Franz Dinhobl.

Der Auslöser für diesen Alleingang ist parteipolitisch motiviert: Die SPÖ ist bei der Neuwahl der Rot Kreuz-Führung mit ihren Kandidaten durchgefallen. Dafür muss das Rote Kreuz jetzt bestraft werden. Demokratische Wahlergebnisse zählen für Bernhard Müller offenbar nur dann, wenn das Ergebnis den SPÖ-Erwartungen entspricht.

Es zeugt nicht von menschlicher oder politischer Größe, wenn Bernhard Müller nach einer Wahlniederlage „beleidigte Leberwurst“ spielt. Dass er aber sogar bereit ist, aus Rache ein funktionierendes medizinisches System, mit dem täglich Menschenleben gerettet werden, zu opfern, ist ein unverzeihlicher Affront gegenüber den Patienten und den Mitarbeitern des Roten Kreuzes.
Franz Piribauer, Mitglied im Sozialausschuss: „Ich fordere Bernhard Müller deshalb dringend auf, den Punkt Vertragskündigung von der Tagesordnung des nächsten Sozialausschusses zu nehmen, um die Folgewirkungen seiner Entscheidung in ihrer ganzen Tragweite noch einmal zu überdenken.“