Christian Stocker und Philipp Gruber: Werden vor dem SPÖ-Minister nicht kapitulieren

Volkspartei Wiener Neustadt will um das MilRG in Wiener Neustadt kämpfen. Strategie von Bernhard Müller bedeutet das Ende der Traditionsschule.

Die geplante Schließung des MilRG durch SPÖ-Verteidigungsminister Klug ist eine falsche Entscheidung. In Zeiten, wo die Ausbildung der Jugend das wichtigste Rüstzeuge für die Zukunft ist, ausgerechnet eine hochangesehene Bildungseinrichtung zu sperren, ist eine Art der Budgetsanierung, für die wir von der Volkspartei Wiener Neustadt kein Verständnis haben. Das bekräftigen Vizebürgermeister und Schulstadtrat Christian Stocker sowie VPWN-Klubobmann Philipp Gruber: „Kürzungen bei Bildungsangeboten und Sparen auf dem Rücken von Jugendlichen und Pädagogen ist sicher nicht unser Weg. Der Minister hat genug andere Möglichkeiten, sein Budget wieder auf Kurs zu bringen.“

Die Volkspartei Wiener Neustadt wird sich mit dieser Entscheidung nicht abfinden, und wird deshalb einen Antrag im Gemeinderat einbringen, der eine langfristige Zukunftsstrategie und damit eine Absicherung des MilRG zum Inhalt hat. „Wir dürfen auch vor einem Minister nicht kapitulieren. Es geht hier um ein klares Bekenntnis für eine fundierte Ausbildung der Jugendlichen, aber auch um den Schulstandort Wiener Neustadt.“

Große Verwunderung herrscht in diesem Zusammenhang über die Strategie von Bernhard Müller. „Sein Angebot, dass sich die Stadt in den kommenden vier Jahre mit einer Abgangsdeckung am MilRG beteiligt, ist in Wahrheit eine Einverständniserklärung zur Schließung. Denn auch eine Schließung auf Raten bedeutet das Ende dieser Bildungseinrichtung. Damit ist dieses vermeintliche Rettungsversuch im Kampf um das MilRG mehr als kontraproduktiv“ so Philipp Gruber.

Müllers Plan würde bedeuten, dass ab dem nächsten Jahr keine neuen Schüler mehr aufgenommen werden und nur mehr die bestehenden Jahrgänge durchgeschleust werden. „Das ist eine Abwicklungsschule, hat aber mit einem Zukunftsmodell nichts zu tun. Diesem Plan werden auf keinen Fall zustimmen“, so Chrisian Stocker und Philipp Gruber.